#DBW2015: Diabetes-Interessenvertretung

Ganz ehrlich kann ich mit diesem Thema gerade wenig anfangen. 😀 Ich bin kein Mitglied in irgendwelchen Interessenverbänden und habe mich damit auch bisher nicht groß beschäftigt.

Anlässlich des Themas habe ich aber jetzt doch mal den Deutschen Diabetikerbund gegoogelt und da ich (momentan noch) in Hessen lebe, würde mich eine Mitgliedschaft 42 Euro pro Jahr kosten. Für mich als Studentin ohne festes Einkommen ist das doch ganz schön happig. Natürlich bekommt man dafür Gegenleistungen wie eine kostenlose Rechtsberatung und haufenweise Infomaterial. Aber da ich dafür momentan keine Verwendung habe und mein Augenmerk darauf liegt, meinen Bachelor-Abschluss zu machen und anschließend einen Job zu finden, werde ich erstmal darauf verzichten. 😉

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#DBW2015: Diabetes-Frischling

Ziemlich pünktlich zu meinem 5. Geburtstag bekam ich ein ganz besonderes Geschenk auf Lebenszeit – meinen eigenen Diabetes! Das war ein tolles Geschenk! Nicht.

Jedenfalls kann ich mich nicht mal mehr an den Tag der Diagnose erinnern. Wer den Dia in meinem Alter oder sogar noch früher bekommen kann, weiß, wie sich das anfühlt. Es gibt quasi kein „davor“, sondern nur ein „danach“. Ich bin mit dem Dia aufge- und in die Rolle des Diabetikers hineingewachsen. Das kann ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein.

Ich wünschte, ich könnte an dieser Stelle den „Dia-Frischlingen“ ein paar wertvolle Tipps geben. Leider kann ich aber aus oben genannten Gründen nicht damit dienen. 🙁

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#DBW2015: Diabetes & Typ F

Typ F, das sind Familie und Freunde. Und was würden wir Diabetiker nur ohne unsere Typ-F-ler machen? 😉

Als der Dia bei mir diagnostiziert wurde, war ich 4 Jahre alt. Ich konnte weder lesen, schreiben noch rechnen. Deshalb blieb das ganze Management an meinen Eltern hängen – hauptsächlich an meiner Mutter. Mein Vater kam irgendwie nie weiter als bis zum Blutzuckermessen. Manchmal frage ich mich heute noch, ob er überhaupt wusste, wie man Insulin spritzt. 😉

Ich erinnere mich nicht mehr an den Tag der Diagnose, aber ich erinnere mich sehr gut an die Zeit im Krankenhaus – es war nämlich Dezember, kurz vor Weihnachten. Heiligabend haben wir dann auch im Krankenhaus verbracht und mein Vater hat ein kleines Plastik-Weihnachtsbäumchen mitgebracht. Ich fand ihn ganz toll, meine Mutter fand ihn potthässlich. Aber Schönheit liegt eben bekanntlich im Auge des Betrachters. 😉

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#DBW2015: Die Zuckerkatze misst

„Iiih, das ist so eklig! Mach das gefälligst auf dem Klo!“ Das war der Kommentar einer Mitschülerin zu meinen Blutzuckermessungen. Die ich übrigens im Klassenzimmer und unauffällig unterhalb der Tischkante gemacht habe. Dennoch kam jedes Mal dieser Kommentar, sobald sie nur das Klacken der Stechhilfe gehört hat.

Früher fand ich das furchtbar unverschämt, habe aber nichts dazu gesagt. Heute würde ich sowas als Diskriminierung bezeichnen und ihr die Hölle heiß machen. Ich kann verstehen, dass Leute, die kein Blut oder keine Nadeln sehen können – mein Freund ist so jemand -, aber es war ja nicht so, dass ich mich an die Tafel gestellt und gebrüllt hätte: „Seht mal alle her! Ich steche mir jetzt mit einer Nadel in den Finger und dann kommt da Blut raus!“

Ich sehe nicht ein, mich für ein schnelles Blutzucker-Messen aufs Klo verziehen zu müssen. Bin ich ein Junkie, der sich mal eben einen Schuss setzt? Warum sollte ich mich für Dinge verstecken, die für mich lebensnotwendig sind? Mal ganz abgesehen von dem hygienischen Aspekt.

Heute ist es mir egal, was andere Leute denken oder sagen. Ich messe wann und wo ich will. Ich mache das schließlich nicht, weil es mir Spaß macht. Sondern weil ich es machen muss, damit es mir gut geht. 🙂

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