… and a happy new year

Jaja, ich weiß, ich habe schon lange nichts mehr geschrieben. Was aber keineswegs heißt, dass Ich meinen Blog vernachlässigt habe! Ich hatte ziemlich zu kämpfen mit dem neuen Layout und der Umleitung der alten Blogadresse. Es wollte einfach nicht so wie ich. Okay, genau genommen tut es immer noch nicht das, was ich will, aber momentan geht es dann halt nicht anders.

Der Dezember verlief bei mir leider nicht so ruhig, wie ich es gehofft hatte. Mein Opa ist Anfang Dezember – kurz nach meinem Geburtstag – verstorben und deshalb war die Weihnachtszeit bei uns leider nicht ganz so beschaulich.

Aber 2014 ist endlich vorbei, 2015 hat gerade erst angefangen. Und ich hoffe, das neue Jahr wird besser, als das alte geendet hat. Wenn alles glatt läuft – und danach sieht es momentan aus -, bin ich im Sommer fertig mit meinem Studium und habe dann meinen Bachelor of Arts. Ich bin froh, wenn ich mein Studium in der Regelstudienzeit geschafft habe. Im letzten Schuljahr habe ich nämlich ein Seminar zum Thema Studieren mit Hörschädigung (oder so ähnlich) besucht, in dem gesagt wurde, dass es durchaus in Ordnung wäre, sich mit einer Hörbehinderung mehr Zeit zu lassen und sich nicht zu viel zuzumuten. Obwohl das für mich eigentlich nie eine Option war, denn ich möchte mich von keinem Handicap von irgend etwas abhalten lassen.

Und nach dem Studium? Das ist immer noch nicht so ganz klar. Ich will mich nicht sofort in einen Ganztagsjob stürzen, sondern erst mal noch meine freie Zeit genießen. Urlaub machen, so für zwei, drei Monate. Und einen Umzug muss ich auch noch irgendwo einschieben, denn spätestens Ende September muss ich aus meiner Studenten-WG raus. Weil ich ja dann kein Student mehr bin. Wohin es geht? Das ist noch nicht so fix. Ich würde gerne irgendwo zwischen Darmstadt, Aschaffenburg und Frankfurt bleiben. Vielleicht geht es irgendwann mal wieder zurück nach Nürnberg, nur noch nicht jetzt. Aber man soll ja niemals nie sagen.

Puh. Es fühlt sich irgendwie komisch an, darüber nachzudenken, was nach dem Studium kommt. Auf der einen Seite will ich noch nicht arbeiten, auf der anderen Seite freue ich mich, endlich meine Ausbildung hinter mir zu haben. Meinen Masterstudium werde ich nicht mehr machen. Oder zumindest nicht jetzt. Sollte ich in ein paar Jahren feststellen, dass es ohne Master nicht läuft, kann ich ihn immer noch machen. Er läuft mir ja nicht davon.

Und jetzt freue ich mich erst mal auf das neue Jahr. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es gut wird.

Hättet ihr’s gewusst?

Meine Freundinnen (und Kommilitonninen) Corinna und Sonja haben mich – eigentlich schon vor ewigen Zeiten – dazu überredet, eine Liste von Dingen zu schreiben, die ihr bestimmt noch nicht über mich wusstet.

#1 Ich kann nicht pfeifen.

#2 Ich bin mit 17 von zu Hause ausgezogen, um meinen Schulabschluss in München zu machen.

#3 Ich höre am liebsten Country-Musik und bin ein großer Fan von Carrie Underwood und Keith Urban.

#4 Meine Hörschädigung ist angeboren und ist kein Überbleibsel einer Krankheit.

#5 Ich habe seit 18 Jahren Diabetes, trage aber erst seit Sommer 2012 eine Insulinpumpe. Davor musste ich mich mehrmals am Tag spritzen.

#6 Ich war trotz Hörschädigung lange an einer Regelschule und bin dann für die Oberstufe an eine
Schule für Hörgeschädigte gegangen.

#7 Ich hasse Tomaten. Aber ich esse Tomatensuppe, -soße und Ketchup.

#8 Ich fahre einen Hyundai Tucson, den ich heiß und innig liebe.

#9 Ich hasse rückwärts Einparken.

#10 Ich bin süchtig nach dem PC-Spiel Sims und besitze sämtliche Erweiterungspacks der Teile 1 bis 3.

#11 Ich kann nicht kochen. Ich habe keine Geduld zum Kochen.

#12 Ich habe mehr Beautykram als alle meine Freundinnen zusammen.

#13 Ich falle oft hin. Das liegt an meinen Gleichgewichtsstörungen. Deshalb trifft man mich auch eher selten auf hohen Schuhen an. Turnschuhe sind mir lieber, da ist die Stolpergefahr geringer.

#14 Ich liebe lange Schaumbäder. Schade, dass ich in meiner Wohnung keine Badewanne habe.

#15 Ich wohne in einer WG im Studentenwohnheim. Mit einem Informatik-Studenten. Und wir verstehen uns.

#16 Als Teenager habe ich viele Jahre lang Klavier und Gitarre gespielt. Momentan versuche ich, mich wieder mit dem Tasteninstrument anzufreunden, aber irgendwie will es nicht so recht klappen.

#17 Ich bin ein Morgenmuffel und kann auch sonst ziemlich zickig sein, wenn ich schlechte Laune habe. Was momentan leider ziemlich häufig der Fall ist. Mein Freund erträgt mich trotzdem.

#18 Ich hasse Telefonieren und drücke mich, wann immer es geht. Lieber schreibe ich eine E-Mail oder SMS.

#19 Wenn ich etwas akustisch nicht verstehe und keine Lust zum Nachfragen habe, lächle ich einfach und sage „hmhm“. Damit kommt man in 99% der Fälle durch.

#20 Ich gehe nicht gern in Diskos, da ich dort wegen der lauten Musik niemanden verstehe. Das kommt bei mir schon im normalen Leben oft genug vor.

#21 Hohe Töne höre ich nicht, bekomme aber nach einiger Zeit trotzdem Kopfschmerzen davon.

#22 In der Schule habe ich alle naturwissenschaftlichen Fächer gehasst – mit Ausnahme von Biologie. In den Sprachen dagegen war ich trotz meines schlechten Gehörs gut. Ich war nur zu faul zum Vokabeln lernen.

Leben mit mehr

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, hat sich meine Blogadresse von Diabetes & Ich zu Leben mit mehr geändert. Der Grund ist, dass ich in Zukunft nicht mehr nur über meinen Diabetes, sondern auch über mein Leben mit Hörschädigung und mein Studium berichten will. Ich lebe mein Leben nun mal mit „mehr“. 😉

Schon öfter wurde ich gefragt, ohne was ich lieber leben würde – ohne Diabetes oder ohne Schwerhörigkeit. Ich würde wirklich alles dafür geben, wenn man meine angeborene Hörschädigung entfernen könnte, zum Beispiel durch eine OP. Mit meiner Diabetes kann ich leben, mit Insulin bekommt man das Problem ja gut in den Griff. Auch, wenn ich hin und wieder so meine Durchhänger habe.

Mit meinem Gehör werde ich trotz Hörhilfen aber immer Probleme haben, denn kein Gerät der Welt kann ein menschliches Gehör ersetzen. Das merke ich täglich – besonders in der Uni.

Attest

Gerade komme ich von meinem HNO. Für mein Studium brauche ich nämlich ein Attest über meine Schwerhörigkeit. Ja, schwerhörig bin ich leider auch. Das vergaß ich zu erwähnen.
Zu meinem Erstaunen habe ich eben nur eine halbe Stunde meiner äußerst wertvollen Zeit beim Arzt verbracht, obwohl es so voll war, dass ich mich gefühlt habe wie eine Sardine in der Dose.
Danach war ich noch kurz in der Stadt einkaufen – unnötige Sachen, die die Welt ich nicht gebraucht hätte, aber unbedingt haben wollte.
… und jetzt muss ich mal meine Oma zurückrufen, die mich natürlich genau dann anklingelt, wenn ich beim Arzt sitze und nicht rangehen kann. So typisch. 😉