#DBW2015: Die Zuckerkatze misst

„Iiih, das ist so eklig! Mach das gefälligst auf dem Klo!“ Das war der Kommentar einer Mitschülerin zu meinen Blutzuckermessungen. Die ich übrigens im Klassenzimmer und unauffällig unterhalb der Tischkante gemacht habe. Dennoch kam jedes Mal dieser Kommentar, sobald sie nur das Klacken der Stechhilfe gehört hat.

Früher fand ich das furchtbar unverschämt, habe aber nichts dazu gesagt. Heute würde ich sowas als Diskriminierung bezeichnen und ihr die Hölle heiß machen. Ich kann verstehen, dass Leute, die kein Blut oder keine Nadeln sehen können – mein Freund ist so jemand -, aber es war ja nicht so, dass ich mich an die Tafel gestellt und gebrüllt hätte: „Seht mal alle her! Ich steche mir jetzt mit einer Nadel in den Finger und dann kommt da Blut raus!“

Ich sehe nicht ein, mich für ein schnelles Blutzucker-Messen aufs Klo verziehen zu müssen. Bin ich ein Junkie, der sich mal eben einen Schuss setzt? Warum sollte ich mich für Dinge verstecken, die für mich lebensnotwendig sind? Mal ganz abgesehen von dem hygienischen Aspekt.

Heute ist es mir egal, was andere Leute denken oder sagen. Ich messe wann und wo ich will. Ich mache das schließlich nicht, weil es mir Spaß macht. Sondern weil ich es machen muss, damit es mir gut geht. 🙂

diabetes-blog-woche

Ein Gedanke zu „#DBW2015: Die Zuckerkatze misst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.