Der etwas andere Jahrestag

Ich weiß gar nicht, ob ich feiern soll oder nicht. Heute vor genau einem Jahr – sogar fast auf die Minute genau –  hatte ich meinen ersten epileptischen Anfall. Bisher ist es zum Glück auch der Einzige geblieben.

Ich habe ich noch nie darüber geschrieben. Und auch kaum darüber gesprochen. Teilweise weil ich mich nicht mehr an allzu viel erinnern kann – also habe ich auch nicht allzu viel zu berichten -, aber auch weil ich eigentlich gar nicht mehr daran denken will. Aber das „Jubiläum“ ist nun mal heute, ob ich will oder nicht. Und die Epilepsie geht auch nicht weg, wenn ich mich weigere Epileptikerin zu sein.

Die Tage nach dem Anfall habe ich damals im Krankenhaus verbracht. Ich wurde für ein MRT in eine Röhre gesteckt und musste verschiedene EEGs machen, unter anderem wurden mir bei dem einen Nadeln in die Kophaut gesteckt, um meine Gehirnströme zu messen. Erstaunlicherweise hat es fast gar nicht weh getan. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mir eingeredet habe, ich hätte eine Akupunktur-Sitzung. 😉

Der erste Verdacht der Ärzte war damals ein Gehirntumor, der den Anfall ausgelöst haben könnte. Zum Glück hat sich diese Vermutung als falsch herausgestellt, nachdem mein Gehirn im MRT gründlich gescannt wurde. 🙂

Tja, dann bin ich jetzt halt auch noch Epileptikern. Eine Freundin hat es mal so ausgedrückt: „Du schreist auch immer im falschen Moment: ‚Ich will auch!‘, oder?“

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